Ingo K.

Mein Besuch bei BETONart-Audio / Jörg Wähdel in Leimen

Liebe Freunde des guten Klangs und des audiophilen Frohsinns. Muss mal wieder einen kleinen Bericht zum Besten geben. Da ich gestern einen beruflichen Termin in Bad Rappenau und mein Kollege kurzfristig seine Teilnahme abgesagt hatte, war ich auf dem Rückweg vogelfrei und nutzte die Gelegenheit, bei Jörg Wähdel in Leimen vorbeizufahren, um mir mittels einer persönlichen Hörprobe ein Bild von seinen Betonschönheiten zu machen. Der Termin hat sich mehr als gelohnt, aber der Reihe nach. Ich weiß gar nicht wie, aber aufgrund irgendeines dubiosen Forumsbeitrages (davon gibt es ja schon mal einige), sind wir über Messenger in Kontakt getreten. Natürlich sind die aufwendig von Hand gefertigten Lautsprecher von Jörg nicht in jedermanns finanziellem Spielraum, so auch nicht in meinem, dennoch war Jörg sofort offen und lud mich zu sich nach Hause ein, wo die Schwergewichte gehört werden können. Als Architektensohn hat Jörg unweigerlich den Blick für’s Schöne und Ästhetische quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Wunderschönes Haus mit richtig gemütlicher und stilsicherer Einrichtung. Auch wenn ich beruflich immer viel mit Menschen zu tun habe, trotzdem ist es etwas anderes, wenn man zu Wildfremden in die Wohnung kommt bzw. selber welche empfängt. Jedoch signalisierte mir mein Bauchgefühl nach bereits drei Sekunden, dass Jörg ein super sympathischer Typ ist. Bei Physiker war meine erste Assoziation „Albert Einstein, Nerd, distanziert“, aber kein Stück. Völlig normal, symphytisch, weltoffen, objektiv gegenüber anderen Marken usw. Es herrschte sofort eine lockere angenehme Plauderstimmung. Aufgebaut waren die Arrivato, seine neueste Schöpfung, flankiert von dem schwergewichtigen 21Zoll/54cm Subwoofer, der die Basedrum der Eagles mit viel Dynamik und knochentrocken in Raum schieben konnte. Gefüttert werden die Arrivato mit hochwertigsten Zuspielern und Amps der Hifiakademie. Firmenbesitzer Hubert Reith und Jörg verbindet eine lange Freundschaft, die nicht nur audiophilen Ursprungs ist. Mittel Quoboz und Tidal wurden verschiedene Titel gespielt und mir fiel echt die Kinnlade herunter. Mit geschlossenen Augen sah man die Band, die Stimme und die Instrumente so farbenfroh und lebensecht vor sich, dass es eine wahre Wonne war. Ich betreibe das Hobby Hifi/Heimkino schon lange und wähnte mich als frischer Nubert Nuvero 140 Besitzer schon im Hifi-Himmel, aber glaubt mir, da geht noch so einiges mehr. Die Stimmwiedergabe jeglichen Geschlechts und Klangfarbe kam so authentisch rüber, dass man eine Gänsehaut bekam. Jedes Instrument war so klar im Raum gestaffelt und tonal präzise umrissen. Von der Dynamik will ich gar nicht erst reden. Nach einigen mir bisher unbekannten Titeln gab es dann die Eagles „Hotel California“ in der Live Version. Die anfängliche Gitarre war schon zum Niederknien, aber als dann die Basedrum einsetzte, hat es mich fast von der Couch geschoben. Physischer Druck, gepaart Präzision und perfektem Timing – echt sensationell. Danach noch den „Peppery Man“ von Natalie Merchant, einen Song, den ich bei mir daheim bestimmt schon 50x gehört hatte, wurde hier mal locker drei Level höher vorgetragen. Die Ortung der einzelnen Stimmen und Instrumente ist ohnehin genial in dem Song, aber hier stand die komplette Band live im Wohnzimmer. Wäre ich sensiblerer Natur, hätte ich Glückstränen geweint. Alle LS sind mit hochwertigsten Treibern bestückt, die Weiche befindet sich nicht im inneren des Gehäuses, sondern in einer Vertiefung des Sockels, so dass sämtliche Bauteile eben nicht dem Druck des Gehäuseinneren ausgesetzt sind. Die Betongehäuse sind optisch ebenfalls der Oberhammer. Durch spezielle Mischungen kann Jörg auch die Farbe bzw. die Optik beeinflussen. Ob mit sichtbaren Lunkern (Lufteinschlüsse) oder ohne, leichte marmorierte Farbeffekte, gerade oder angephaste Kanten, alles ist möglich. Technisch durchdacht mit hohem Wirkungsgrad und sehr gefälliger, langzeittauglicher Abstimmung. Bei dem Gewicht der LS hat man den Diebstahlschutz direkt inklusive

Da die Kunden vermehrt auch nach Mehrkanallösungen fragen, sind in Zukunft noch ein, zwei Center geplant. So, das soll’s gewesen sein und ich möchte mich an dieser Stelle bei Jörg nochmals ganz herzlich für die spontane Gelegenheit bedanken. Es war wirklich grossartig. Weiter so und Hut ab vor deiner Entwicklungsarbeit.

Besucherbericht

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